Am Sonntag, dem 14. Juni 2026, hieß es für über 90 Mitglieder, Freunde des Blinden- und Sehbehindertenvereins Münster und Umgebung sowie die Oldtimerbesitzer: „Einsteigen, zurücklehnen und genießen!“
Auf dem Parkplatz der Direktion am Bahnhof Münster warteten bereits 30 liebevoll gepflegte Oldtimer der Oldtimerfreunde Münster und Münsterland e.V. auf ihre Fahrgäste. Bevor jedoch auch nur ein Motor gestartet wurde, erfolgte zunächst die obligatorische und ausgiebige Begutachtung der Fahrzeuge. Gerade für die blinden und sehbehinderten Teilnehmer bot sich dabei die Gelegenheit, die historischen Automobile aus nächster Nähe zu erleben. Die Besitzer beantworteten geduldig jede Frage und erzählten die eine oder andere Geschichte aus dem langen Leben ihrer Fahrzeuge.
Dann setzte sich die historische Karawane in Bewegung. Über idyllische Landstraßen ging es in gemütlichem Tempo Richtung Bochum. Dabei zeigte sich schnell: Oldtimer fahren bedeutet nicht rasen, sondern genießen. Wer es eilig hatte, war ohnehin am falschen Sonntag unterwegs.
Am Ziel angekommen, dem Eisenbahnmuseum Bochum, stand zunächst die wichtigste Frage des Tages auf dem Programm: „Was gibt es zu essen?“ Glücklicherweise ließ das reichhaltige Buffet keine Wünsche offen. Von veganen Spezialitäten bis zur klassischen Currywurst war für jeden Geschmack etwas dabei. Nach dieser Stärkung konnten die Teilnehmer bestens gerüstet zur nächsten Etappe aufbrechen.
Bei fünf Führungen durch die beeindruckenden Wagenhallen gab es viel über die Geschichte der Eisenbahn zu entdecken. Besonders spannend wurde es anschließend bei der Fahrt mit dem historischen Schienenbus „Schweineschnäuzchen“. Warum es diesen Namen trägt, war schnell klar: Seine markante Front erinnert tatsächlich ein wenig an die Nase eines Schweinchens. Das Fahrzeug schnaufte zwar deutlich langsamer als moderne Züge, verbreitete dafür aber umso mehr Charme.
Nach vielen Eindrücken, interessanten Gesprächen und zahlreichen Erlebnissen trat die Gruppe schließlich die Heimreise an. Mit Oldtimer-Bus und Oldtimer-Fahrzeugen ging es wieder zurück nach Münster.
Am Ende waren sich alle einig: Die Ausfahrt bot den blinden und sehbehinderten Teilnehmern viele interessante Eindrücke, spannende Begegnungen und jede Menge Gesprächsstoff. Die Kombination aus historischen Automobilen, Eisenbahnromantik, gutem Essen und bester Gesellschaft war ein voller Erfolg.
Ein herzlicher Dank gilt den Oldtimerfreunden Münster und Münsterland e.V. sowie allen Organisatoren und Helfern, die diesen besonderen Tag möglich gemacht haben.